 Es war eine Krise mit anschließenden Konjunkturpaketen. Daraufhin bessert sich die Lage und die Indikatoren deuten eine Erholung an. In dieser Situation befinden sich mittlerweile viele Volkswirtschaften. So auch die Türkei. Die vorübergehende Absenkung der Sonderkonsumsteuer für Kraftfahrzeuge bescherte der Branche im März eine Sonderkonjunktur nachdem zuvor der Absatz einbrach. Aber auch die Kapazitätsauslastung und das Vertrauen sowohl bei Unternehmen und Konsumenten stabilisieren sich zunehmend (siehe Graphik).
Die vergangenen Monate lehren uns, viel vorsichtiger bei Prognosen vorzugehen. Daher sollte diese Besserung nicht überbewertet werden. Allerdings kann dies durchaus als Hoffnungsschimmer angesehen werden. Ohne eine erhöhte Auslandsnachfrage wird sich aber eine deutliche Besserung nicht einstellen. Zudem wartet alles auf ein Abkommen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF). Mit der Vorsicht, es könnte sich bei der Erholung um eine konjunkturelle Fata Morgana handeln, kann vermeldet werden, dass sich die türkische Wirtschaft zunehmend stabilisiert.
Graphik zeigt die indexierte Entwicklung von fünf Indikatoren (Industrieproduktion, Kapazitätsauslastung, Konsumentenvertrauen, Industrievertrauen und der Kfz-Absatz) und zusätzlich einen Gesamtindex, der aus den einzelnen Indices ungewichtet gebildet wurde. Datenquelle: Türkisches Institut für Statistik (TÜIK) und Türkische Zentralbank (TCMB) |